Elfen nach Sieg über Sävehof mit guter Ausgangsposition

Lyn Byl und Katrin Engel - mowy

Lyn Byl und Katrin Engel lassen Ida Oden keine Chance - Foto: mowy.de

Die Elfen haben sich im Achtelfinale des EHF-Pokals eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Samstag erarbeitet. Mit 28:22 (15:12) setzte sich die Mannschaft von Renate Wolf gegen den schwedischen Meister IK Sävehof durch. Laura Steinbach (6) und Katrin Engel (6/3) waren die erfolgreichsten Torschützinnen für die Elfen. Für Sävehof trafen Ida Oden (5) und Isabelle Gulldén (5/3) am häufigsten.

„Es macht Spaß vor eine solchen Kulisse spielen zu können“, erklärte Sävehofs Trainer Magnus Johansson nach der Partie. Die lautstarke Kulisse von 1500 Zuschauern hatte die Elfen auf der einen Seite einmal mehr beflügelt, Sävehof auf der anderen Seite ließ sich von der Atmosphäre und der aggressiven Deckung merklich beeindrucken. Zumal die Mannschaft mit Clara Woltering einmal mehr einen sicheren Rückhalt hatte. Auf 20 Paraden brachte es die Nationalspielerin am Ende der Partie gegen das mit schwedischen Auswahlspielerinnen gespickte Ensemble.


Clara Woltering zeigte eine Weltklasseleistung - Foto Heinz Zaunbrecher

Bereits nach zehn Minuten musste Magnus Johansson beim Stand von 7:2 die Auszeit nehmen. Die beiden Rückraumspielerinnen auf den Halbpositionen Jamina Roberts und Karin Isaksson hatten gar nicht in die Partie gefunden, mit Charlotte Brandt und Jennifer Kasman sollte für neuen Schwung gesorgt werden, doch nur mühsam fand der schwedische Meister in die Partie. Auch weitere Einwechslungen, wie die von Torhüterin Caroline Jönsson für Cecilia Grubbbström schienen nicht von Erfolg gekrönt.


Elli Garcia überwindet Carolina Jönsson vom linken Flügel - Foto Heinz Zaunbrecher

Acht Minuten vor der Pause musste jedoch Anne Müller nach einem Foul verletzt vom Feld und den Rest des ersten Spielabschnitts von der Bank aus verfolgen. Jönsson hielt den fälligen Strafwurf von Katrin Engel und zudem musste die für Müller kalt von der Bank gekommene Lyn Byl nach einem Foul direkt auf die Strafbank. Die schwedische Keeperin konnte sich nun merklich steigern, entschärfte nun gute Wurfchancen und ermöglichte ihrem Team durch drei Tore in Folge zum 14:11 zu verkürzen.


Anne Müller musste am Ende der ersten Halbzeit aussetzzen - Foto: beautiful-sports.com

Mit dem Vorsprung von drei Toren ging es dann auch in die Kabinen. Sävehof kämpfte sich kurz nach der Pause gar beim 17:16 zum Anschlusstreffer heran, doch die Elfen stellten ihre Nervenstärke immer wieder unter Beweis. Mit konsequentem Spiel über die Flügel und der Umstellung auf eine 5:1-Abwehr konnten die Elfen dann von 19:18 auf 27:20 (51.) davon ziehen. Die Schlussphase wurde dann in einer hochklassigen, aber auch für beide Mannschaften kraftraubenden Partie von den Abwehrreihen dominiert. Bereits sieben Minuten vor dem Ende erzielte Ida Oden den Endstand zum 28:22.


Laura Steinbach erzielte sechs Treffer - Foto: Heinz Zaunbrecher

Nach dem Schlusspfiff wurde Leverkusen dennoch mit stehenden Ovationen gefeiert, die Elfen bedankten sich ihrerseits für die großartige Unterstützung und stellvertretend für das Team schnappte sich Clara Woltering kurz nach dem Abpfiff noch einmal das Mikrofon und appellierte an die Zuschauer für den Erhalt des Frauenhandballs in Leverkusen ebenso engagiert zu kämpfen, wie es das Team in den 60 Minuten zuvor getan hatte. „Jeder kleine Beitrag ist wichtig – werden Sie Mitglied in unserem Förderverein oder kaufen Sie eine Flasche Ketchup“, so die Keeperin kämpferisch und mit dem Hinweis auf eine Sonderaktion in Kooperation mit der Firma Heinz.

„Leverkusen war heute einfach die bessere Mannschaft“, musste Magnus Johansson nach dem Spiel feststellen, für den die Niederlage am Ende um zwei oder drei Tore zu hoch ausgefallen ist. Elfen-Trainerin Renate Wolf war angesichts des Vorsprungs von sechs Toren mit dem es am kommenden Samstag in das Rückspiel geht sichtlich zufrieden. „Wir haben heute ein gutes Handballspiel gesehen. 45 Minuten lang war es ein Duell auf Augenhöhe. Der Sieg ist der Verdienst einer guten Abwehrarbeit, mit der wir Sävehof zu Fehlern gezwungen haben“, analysierte Wolf nach der Partie.

TSV Bayer 04 Leverkusen – IK Sävehof 28:22 (15:12)

Leverkusen: Woltering, Knipprath
Byl 2, Zapf 1, Walzik 3, Garcia 3, Müller 2, Loerper 2, Bönighausen, Glankovicova 2, Schückler, Ahlgrimm 1, Steinbach 6, Engel 6/3

Sävehof: Grubbström, Jönsson
Blomqvist, Fogelström 2, Oden 5, Kasman 3, Roberts 1, Tegstedt 3, Wikensten 1, Gullden 5/3, Helleberg, Brandt, Isaksson 2, Agren

Siebenmeter: 3/4 ; 3/4
Strafminuten: 6/4 (Byl (2), Ahlgrimm – Oden, Isaksson)
Schiedsrichter: Leszczynski / Piechota (POL)
EHF-Delegierter: Rudinsky (SVK)
Zuschauer: 1.500

Autor: Christian Stein
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