Bayer 04-Elfen starten mit EHF-Halbfinale in entscheidende Phase
Mit Ausnahme der deutschen Nationalspielerinnen konnten die Handballdamen von Bayer 04 Leverkusen die Ostertage etwas zur Entspannung nutzen. Doch nun startet die heiße und entscheidende Phase der Saison. Am Samstag (18 Uhr) steht als Erstes das Halbfinal-Hinspiel im EHF-Cup gegen den russischen Klub Zvezda Zvenigorod in der Ulrich-Haberland-Halle an.
An Informationen über den Gegner gelangte Trainerin Renate Wolf nur schwer. Mit mehreren Vereinen, die gegen Zvenigorod zuvor ausgeschieden waren, wurde Kontakt aufgenommen. Auf eine DVD der Spiele wartete Wolf aber zunächst vergeblich und so musste sie sich vorerst mit dem Anschauungsmaterial von Bundestrainer Armin Emrich zufrieden geben. „Die halbe russische Nationalmannschaft besteht aus Spielerinnen von Zvenigorod und deshalb halfen mir die Videos schon weiter.“, erklärt Renate Wolf.
Fazit der Videoanalyse: Es wartet eine verdammt schwere Aufgabe auf die Bayer 04-Elfen. Auf fast jeder Position wird am Samstag eine russische Nationalspielerin und somit aktuelle Weltmeisterin auflaufen. „Die Mädels sind natürlich sehr eingespielt. Sie sind alle kräftig, groß und technisch sehr stark.“, fasst Wolf die Stärken zusammen. Besonders ins Auge gefallen, sind der Trainerin die 2-Meter große und dadurch extrem wurfstarke Rückraumspielerin Elena Polenova, die große und kräftige Kreisläuferin Oxana Romenskaya sowie die torgefährliche linke Rückraumspielerin Anna Kareeva.
Alles in allem habe ihr Team nur Außenseiterchancen auf das Erreichen des Finales. Aber genau darin sieht die Trainerin einen Vorteil: „Wenn man nichts zu verlieren hat, kann man ja wieder alles gewinnen. Wir dürfen keinen zu großen Respekt zeigen und müssen eine gute Abwehrarbeit leisten, um dann unseren eigenen Angriff so schnell wie möglich aufziehen zu können. Das ist unsere Chance und ich hoffe, dass wir da ansetzen können.“
Die lautstarke Unterstützung durch die Fans ist bei dieser schweren Aufgabe natürlich ganz wichtig. Die Bayer 04-Handballerinnen hoffen auf eine volle Halle und vor allem auf eine lautstarke Unterstützung, um sich mit einem knappen Ergebnis im Hinspiel noch Chancen aufs Finale offen zuhalten.
Personell kann Wolf aus den Vollen schöpfen. Auch Diane Roelofsen, die im letzten Ligaspiel gegen Oldenburg umgeknickt war und sich dabei einen Bänderriss sowie eine Kapselverletzung zugezogen hatte, kann wohl spielen.
Autor: Christian Schulze