Beim 31:18 in Oldenburg überzeugen die Bayer-Handballerinnen auch ihre Trainerin.

Leverkusen - Eines dürfte sich nun in der Liga endgültig herumgesprochen haben: Wenn die Handballerinnen von Bayer 04 Leverkusen einmal so richtig ins Rollen kommen, wird es für jedes Bundesligateam schwer, sie zu stoppen. Das musste nun auch der VfL Oldenburg in eigener Halle schmerzlich erfahren. Nach einer bisweilen überragenden Vorstellung setzte sich Bayer in Oldenburg mit 31:18 durch. Schon zur Pause führte das Team von Trainerin Renate Wolf mit 15:8. "Oldenburg hatte nie den Hauch einer Chance. Jemand sagte mir, man nehme Leverkusen plus zwei, drei andere Spielerinnen und fahre damit zur EM nach Schweden. Ein größeres Lob kann man meiner Mannschaft wohl kaum zollen", meinte Renate Wolf, die es sich ohne Weiteres erlauben konnte, die komplette zweite Garnitur in der Schlussviertelstunde durchspielen zu lassen. Ein Bruch war nicht ansatzweise zu erkennen.
Leverkusen zog dem überforderten Gegner schon in den Anfangsminuten den Zahn und führte nach knapp zehn Minuten mit 6:1. Mit der nun entstandenen Leichtigkeit des Seins absolvierten die Gäste die folgenden 50 Minuten, die bisweilen einer Lehrstunde für den VfL glichen. "Es gab dabei überhaupt keine Ausfälle. Die Mannschaft überzeugte geschlossen", erklärte Wolf und erwähnte dennoch explizit zwei Akteurinnen, die noch einen Tick stärker als das Gefüge waren: Torfrau Sabine Englert hielt wie der Teufel und brachte Oldenburg zur schieren Verzweiflung. Und dann war da noch Sabrina Neukamp auf Rechtsaußen. Die Nationalspielerin erwischte einen Sahnetag und erzielte nicht nur elf Tore, sondern arbeitete auch in der Defensive hervorragend.
Da ließ es sich mühelos verschmerzen, dass Nadine Krause in Folge einer Virusinfektion und dadurch entstandenen Trainingsrückstand nicht in Vollbesitz ihrer Kräfte war. Michaela Seiffert agierte dafür im linken Rückraum und setzte ebenfalls einige Ausrufezeichen. Da die zweite Halbzeit der ersten glich und Oldenburg mangels Ideen noch immer keine Gegenmittel gefunden hatte, war der weitere Spielverlauf lediglich für die Statistik relevant. "Das Spiel war doch schon nach ein paar Minuten entschieden", befand auch Renate Wolf, die "eines der besten Saisonspiele" ihrer Zöglinge gesehen und - wenn auch eher still - bejubelt hatte.
 
Bayer 04: Englert - Fillgert (3), Krüger (1), Müller (1), Loerper (1), Seiffert (6), Glankovicova (2), Krause (4), Neukamp (11), Ahlgrimm (2), Byl, Bohrmann, Paulus.

« May 2012 »
Su Mo Tu We Th Fr Sa
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031
Newsletter
Newsletter abonnieren
 
You are here: Home News News 2006/2007 Beim 31:18 in Oldenburg überzeugen die Bayer-Handballerinnen auch ihre Trainerin.
Personal tools