Beim Sieg über Frankfurt ragen Englert, Müller und Byl heraus
Leverkusen - Vier Siege hintereinander hatten die Bundesliga-Handballfrauen des FHC Frankfurt/Oder zuletzt erzielt. Diese Serie fand nun in der Haberland-Halle ein jähes Ende. Auch ohne Leistungsträgerinnen wie Nadine Krause und Sabrina Neukamp setzte sich Bayer 04 Leverkusen gegen die Oderstädterinnen letztendlich deutlich mit 31:23 (15:10) durch. Trotz der Niederlage bleibt der FHC auf dem sechsten Platz, während Bayer weiterhin auf Platz drei rangiert. "In Anbetracht der personellen Situation bin ich mit der Vorstellung durchaus zufrieden. Ein ganz starkes Spiel haben Sabine Englert, Anne Müller und die derzeit in phantastischer Form spielende Lyn Byl gemacht", erklärte Bayers Trainerin Renate Wolf.
Von Beginn an entwickelte sich zunächst ein ausgeglichener Spielverlauf, ehe die selbstbewussten Gäste nach knapp zehn Minuten plötzlich mit 7:4 führten. Renate Wolf reagierte logisch und nahm bereits in der zehnten Spielminute eine Auszeit. Zunächst schien diese aber nicht zu fruchten. Anna Loerper scheiterte nur wenig später mit einem Strafwurf. Der nächste Leverkusener Angriff führte erneut zu einem Siebenmeter, und diesmal trat Michaela Seiffert erfolgreich an. Danach fanden die Gastgeberinnen endlich Tritt, unter anderem auch, weil den Frankfurterinnen die Durchschlagskraft gegen die nun aufmerksame und aggressive Leverkusener Deckung fehlte. Die herausragende Anne Müller steuerte in dieser wichtigen Phase zwei sehenswerte Treffer bei und Denisa Glankovicova sorgte für den 8:8-Ausgleich. In den letzten acht Minuten bis zur Pause gestattete Bayer den nun überforderten Gästen keinen Treffer mehr.
In den zweiten Abschnitt startete Frankfurt dann sogar mit einer doppelten Unterzahl, überstand diese Dezimierung jedoch schadlos. Auch ein Siebenmeter von Michaela Seiffert fand nicht den Weg in das Tor. Plötzlich war der FHC wieder im Spiel und verkürzte mit vier Toren in Serie auf 15:14. Zwar wehrten sich die Gäste nach Kräften und konnten bis zehn Minuten vor der Schlusssirene noch mithalten (22:20). Doch nun drehte der Vizemeister noch einmal auf und sorgte mit fünf schnellen Treffern in Folge für die Vorentscheidung. In nicht einmal drei Minuten überliefen die Leverkusenerinnen die Gäste mit diesem imponierenden 5:0-Zwischenspurt. Nach Seifferts 31:22 drohte den Gästen sogar noch eine zweistellige Niederlage, was des Guten aber auch zuviel gewesen wäre.
Bereits am Dienstagabend (19.30 Uhr) empfängt Bayer zum nächsten Erstligaspiel den Buxtehuder SV.
Autor: Frank Graf