Das EHF-Halbfinale im Visier

Nach der knappen 26:27 Niederlage im Hinspiel des EHF-Viertelfinals bei HC Motor Zaporoshye ist für Spannung im Rückspiel auf jeden Fall gesorgt. Am Samstag (18 Uhr) empfangen die Bayer 04-Elfen den Klub aus der Ukraine in der Ulrich-Haberland-Halle und wollen dabei natürlich ins Halbfinale: „Wir haben uns eine gute Ausgangsposition erarbeitet, aber ein Selbstläufer wird es nicht. Wir müssen wirklich alles abrufen, was derzeit in uns steckt und dann haben wir gute Chancen, dass wir weiterkommen!“, sagt Trainerin Renate Wolf.
Trotz der Reisestrapazen konnte Bayer 04 im Hinspiel vergangenen Sonntag gut mithalten und führte vor 2.500 frenetischen Zuschauern zeitweise auch mit drei Treffern. Ein Vorteil war dabei sicherlich auch der frühe Platzverweis gegen eine wichtige ukrainische Rückraumspielerin, die in der zehnten Minute ein brutales Foul an Nadine Krause beging.
Im Rückspiel sei es nun wichtig, dass ihr Team eine hervorragende Deckungsarbeit leiste, ihr Tempospiel besser als in der Ukraine forciere und eine gute taktische Disziplin an den Tag lege, so Wolf weiter.
Die Vorfreude im Team auf diesen spannenden Europapokal-Abend ist verständlicherweise groß. Mit einem Grinsen im Gesicht sagt Renate Wolf: „Klar, dafür haben wir eine Saison lang gearbeitet, darauf freut man sich und da will man auch noch ne Runde weiterkommen“.
Und welch gutes Omen Zaporoshye dabei dann sein könnte, dass wissen wir noch aus dem Jahr 2005. Damals schalteten die Bayer 04-Elfen den ukrainischen Vertreter im Viertelfinale des Challenge-Cups aus und gewannen anschließend den ersten Europapokal-Titel der Vereinsgeschichte.


Autor: Christian Schulze / TSV Bayer 04 Handballabteilung
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