Deutliche Siege der Spitze und Wechselspiel am Tabellenende

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Jana Oborilova hatte mit Oldenburg keine Chance gegen Leverkusen. Foto: Thorsten Helmerichs

Mit Leverkusen, Nürnberg und Leipzig traten die drei Führenden der Bundesliga am Sonntag an. Spitzenreiter Leverkusen zeigte sich dabei beim Gastspiel in Oldenburg in glänzender Verfassung und stellte die Weichen bereits mit einem schnellen 6:1 auf Sieg. "Oldenburg hatte im Angriff nichts zu bestellen und ist dadurch ständig in unsere Konter gelaufen", analysierte Leverkusens Michaela Seiffert nach Spielende treffend, denn der VfL kam nie mit der offensiven Leverkusener Deckung zurecht. Bayer-Trainerin Renate Wolf konnte so die unter den Nachwirkungen einer Viruserkrankung leidende Nadine Krause weitestgehend schonen. Direkt nach dem Seitenwechsel war die Distanz auf 18:8 angewachsen, am Ende hieß es 31:18. "So macht Handball Spaß", freute sich Bayer-Trainerin Renate Wolf.

Spaß am Handball hatten auch die Fans des HC Leipzig, die vor über 2.000 Zuschauern in der heimischen Arena einen Kantersieg ihres Teams sahen. Bis zum 13:11 in der 22. Spielminute lag Frisch Auf Göppingen noch in Reichweite, dann aber kam der Aufsteiger unter die Räder. Mit sieben Toren in Folge setzte sich der Meister bis zur Halbzeit vorentscheidend auf 20:11 ab und die starke Susann Müller sorgte direkt nach dem Beginn des zweite Abschnitts mit ihrem Treffer zum 21:11 für die erste zweistellige Führung. "Ich bin heute sehr zufrieden mit unserem Spiel, da wir sehr konzentriert gespielt haben. Wir hatten das Spiel immer sicher im Griff und sind ein hohes Tempo gegangen", freute sich HCL-Coach Morten Arvidsson am Ende über den deutlichen 40:21-Erfolg seines Teams.

In Nürnberg feierten die Fans unterdessen nicht nur einen deutlichen 39:16-Erfolg ihres Teams gegen die TSG Ketsch. Die Gastgeberinnen freuten sich zudem über das Comeback von Stephanie Ofenböck, die nach einem Kreuzbandriss im Halbfinale der vergangenen Spielzeit gegen Leipzig lange ausgefallen war. "Es hat Spaß gemacht, auch wenn ich mich mit den anderen noch finden muss. Das ist natürlich nach einem halben Jahr nicht einfach. Aber heute war ein gutes Spiel, um in Fahrt zu kommen, auch wenn bei uns jedes Training härter ist", freute sich die österreichische Nationalspielerin. Gäste-Trainerin Karin Euler sah dies ähnlich: "Das war das schlechteste Spiel, seit ich vor vierzehn Jahren hier angefangen habe. Verlieren kann man, aber Erstligaspielerinnen dürfen nie aufgeben. Und genau das haben wir heute getan".

Durch die überdeutliche Niederlage löste Ketsch am Sonntag sogar den Buxtehuder SV als Tabellenschlusslicht ab. Angeführt von einer starken Stefanie Melbeck hatten sich die Buxtehuderinnen beim Aufsteiger in Blomberg im ersten Abschnitt eine deutliche 10:5-Führung erspielt. Zu Beginn des zweiten Abschnitts verkürzte Blomberg auf 12:11, doch Buxtehude konnte verhindern, dass das Spiel kippte. Mit drei Treffern in Folge setzte sich Buxtehude wieder auf 18:14 ab und spätestens nach dem 23:18 durch die nach ihrem Kreuzbandriss ihr Comeback feiernde Susanne Henze war die Partie entschieden. Buxtehude verließ durch den zweiten Saisonsieg den letzten Tabellenplatz, allerdings nur zwischenzeitlich.

Denn die auf den letzten Platz zurückgefallenen Dortmunderinnen schlugen umgehend zurück. Sieben torlose Minuten der Gäste aus Frankfurt/Oder ließen die Mannschaft von Thomas Happe dabei von 3:3 auf 8:3 davonziehen, doch bereits beim 10:10 hatten der FHC wieder ausgeglichen. Die Frankfurterinnen schienen das Spiel immer besser in den Griff zu bekommen und zogen zu Beginn des zweiten Spielabschnitts sogar auf drei Treffer davon. Dortmund bäumte sich aber noch einmal auf, Spriestersbach markierte den Ausgleich zum 21:21 und wenig später erhöhte sie auf 24:22. Die Borussinnen gaben das Spiel nun nicht mehr aus der Hand. Als Hrabovska auf 27:24 erhöhte waren die Gastgeberinnen endgültig auf die Siegerstrasse eingebogen. "Danach waren wir nicht mehr in der Lage, mit Kopf oben zu spielen und wurden am Ende überrannt", resümierte Frankfurts Trainer Dietmar Schmidt am Ende enttäuscht die 33:28-Niederlage.

Ein besonderes Spiel sahen die über 2000 Zuschauer in Trier, nicht nur, weil mit Dago Leukefeld der alte Meistertrainer der "Miezen" zu Gast war. der Thüringer HC gehört zu den ernsthaftesten Konkurrenten der Triererinnen um die erneute Play-off-Teilnahme. Doch wie bereits in den Jahren zuvor war für den THC in Trier nichts zu holen. "Wir nehmen uns jedes mal eine Menge vor und können dann im Spiel kaum etwas davon umsetzen", konstatierte Leukefeld nach Spielende. Als seine Mannschaft von 11:6 auf 13:10 verkürzte, schien es eine Chance zu geben, doch bereits zum Seitenwechsel war Trier wieder auf 17:11 davongezogen. Insbesondere die Achse Baumbach-Althaus war vom THC nicht zu stoppen und so lag die Differenz beim 26:16 erstmals im zweistelligen Bereich. Am Ende mussten sich die Gäste noch bei Torfrau Michaela Schanze bedanken, dass die Niederlage nicht deutlicher als 22:32 ausfiel.

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