Die Bundesliga-Handballerinnen von Bayer 04 unterliegen Leipzig und verabschieden sich aus dem DHB-Pokal.
Durch das 28:31 (14:16) gegen den HC Leipzig sind die Leverkusenerinnen im Achtelfinale des Wettbewerbs ausgeschieden. Somit hat Leipzig die Chance, den Pokaltitel zu verteidigen, während Bayer sich nun voll und ganz auf den EHF-Cup und die Meisterschaft konzentrieren kann. "Ich bin sehr enttäuscht, weil einfach mehr drin war. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Bis auf Anna Loerper waren alle Nationalspielerinnen schwach", erklärte Leverkusens Trainerin Renate Wolf.
Dabei sah es zunächst einmal für ihr Team vor gut 700 Zuschauern recht gut aus. Bayer startete konzentriert und führte nach neun Minuten verdient mit 7:4. Alsbald aber häuften sich die Fehler im Angriffsspiel der Gastgeberinnen, die zudem mit der Gäste-Rückraumakteurin Kudlacz, die es letztendlich auf acht Treffer brachte, nicht zurecht kamen. Nach 20 Minuten ging der HCL nach vier erfolgreichen Abschlüssen in Serie erstmals in Führung (11:10) und baute diese sogar auf 15:12 aus. Auffällig war schon zu diesem Zeitpunkt, dass aus dem Bayer-Rückraum kaum erfolgreichen Würfe kamen. Nicht selten wurde dabei der Abschluss gesucht, wenn ein Erfolg versprechendes Anspiel besser gewesen wäre.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit zog Leipzig gar auf vier Treffer davon, aber Leverkusen hielt trotzdem weiter dagegen. Niemand in der gut gefüllten Haberland-Halle hätte zu diesem Zeitpunkt eine Prognose auf den Sieger abgeben wollen. Wie schon bei der Heimniederlage gegen den Deutschen Meister Ende November war es den Leverkusenerinnen nicht vergönnt, in der vorentscheidenden Phase des Spiels zwischen der 45. und 50. Minute die wichtigen Tore zu machen, um noch mal ein Zeichen zu setzen. Und dennoch traf Nadine Krause nach 21:26-Rückstand zum 27:27-Ausgleich, ehe am Ende die Gäste Nervenstärke bewiesen und nicht unverdient ins Viertelfinale einzogen.
Nun ist Wunderlecken und Schalterumlegen gefragt, denn schon am Samstag steht für Bayer die Partie beim Schweizer Meister Spono Nottwil an. Bereits heute treten die Leverkusenerinnen die Reise ins idyllische Städtchen am Sempachersee an, um sich in Ruhe auf das EHF-Cup-Hinspiel vorzubereiten. Die Mannschaft von Coach Peter Joller, der Bayer jüngst beim Turnier in St. Gallen unter die Lupe nahm, hat die Champions-League-Qualifikation nicht überstanden, führt aber wieder die Nationalliga A an. Das Rückspiel wird dann eine Woche später in Leverkusen ausgetragen.
Seit dieser Woche nennen sich Bayers Handballerinnen übrigens "Werks-Elfen" und sind unter www.werks-elfen.de mit eigener Website im Netz.
Bayer 04: Woltering, Englert - Krause (6/1), Ahlgrimm (4), Byl (4), Fillgert (4), Neukamp (3), Loerper (2), Seiffert (2/2), Glankovicova (2), Bohrmann (1), Müller, Paulus.
Autor: Frank Graf