Frankfurter Siegesserie gerissen - 23:31 in Leverkusen

Die Siegesserie der Frankfurter Bundesliga-Handballerinnen ist gerissen. Nach vier Erfolgen hintereinander unterlagen die Oderstädterinnen am Samstagabend beim Meisterschafts-Mitfavoriten TSV  Bayer Leverkusen mit 23:31 (10:15). Trotz der Niederlage bleibt das Team von FHC-Trainer Dietmar Schmidt weiterhin auf dem sechsten Platz, Leverkusen belegt Rang drei. Beste Werferinnen für den FHC waren Sabrina Neuendorf (7/2), Anne Jochin (5/1) und Angie Geschke (4/1). Für Leverkusen war Anne Müller (7) am erfolgreichsten.

Angie Geschke brachte die Gäste nach zwei Spielminuten in Führung und danach agierten die Frankfurterinnen selbstbewusst. Vizemeister Leverkusen, heute ohne die verletzte Nadine Krause, zeigte sich überraschend und auch beeindruckt. Fillgert, Loerper und Ahlgrimm glchen die jeweiligen Führungen der Frankfurterinnen zwar bis zum 3:3 aus, dann aber sorgte Jochin und Neuendorf beim 3:5 für die erste Zwei-Tore-Führung des Spiel und nach einem Treffer von Arjenne Paap war diese beim 4:7 sogar auf drei Tore angewachsen. Renate Wolf reagierte, bereits in der zehnten Spielminute nahm sie ihre Auszeit.

Zunächst schien Leverkusen aber weiterhin verunsichert, so scheiterte Anna Loerper kurz darauf mit einem Strafwurf, doch auch der folgende Frankfurter Angriff blieb ohne Erfolg. Der nächste Leverkusener Angriff führte unterdessen erneut zu einem Siebenmeter und diesmal verwandelte Michaela Seiffert. Danach fanden die Hausherrinen endgültig in die Begegnung, auch weil den Frankfurterinnen die Durchschlagskraft gegen die aufmerksame Leverkusener Deckung fehlte. Anne Müller steuerte für Leverkusen zwei sehenswerte Treffer in dieser Phase bei und Denisa Glankovicova sorgte in der achtzehnten Spielminute beim 8:8 für den erneuten Ausgleich.
 
Dietmar Schmidt nahm nun seine Auszeit, doch diese sollte seine Mannschaft nur kurzfristig in die Begegnung zurückbringen. Mandy Hering konnte die von Lyn Byl erzielte erste Führung der Gastgeberinnen zwar ebenso ausgleichen, wie wenig später Angie Geschke das 10:9 durch Glankovicova, doch danach spielten nur noch die "Werkselfen". In den verbleibenden acht Minuten des ersten Abschnitts gelang den Gästen kein weiterer Treffer und Leverkusen konnte sich bis zur Pausensirene mit fünf Treffern in Folge auf 15:10 absetzen.

In den zweiten Abschnitt starteten die Gäste dann sogar noch mit einer doppelten Unterzahl, da Mandy Hering und Sabrina Neuendorf kurz vor dem Seitenwechsel zeitgleich eine Hinausstellung kassiert hatten. Doch der FHC überstand nicht nur die Unterzahl schadlos, auch ein Siebenmeter von Michaela Seiffert fand nicht den Weg in das Tor der Frankfurterinnen. Diese zeigten nun wieder das Selbstbewusstsein der ersten Spielminuten: Neuendorf, Jochin, Hering und Geschke brachten die Gäste mit vier Toren in Folge auf 15:14 heran.

Die Gäste wehrten sich nach Kräften und konnten bis zehn Minuten vor Spielende beim 22:20 noch auf eine Überraschung hoffen. Doch nun drehte der Vizemeister noch einmal auf, während der FHC in der Endphase auf Außen Many Hering verzichten musste, die mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. Fillgert, Müller, Byl, wieder Fillgert und erneut Byl sorgten dann aber mit fünf schnellen Treffern in Folge für die Vorentscheidung. In nicht einmal drei Minuten überliefen die Leverkusenerinnen die Gäste mit einem 5:0-Zwischenspurt. Nach Seifferts 31:22 drohte den Gästen sogar noch eine zweistellige Niederlage, aber zumindest diese konnten die Spielerinnen von Dietmar Schmidt abwenden. Sekunden vor Spielende sorgte Sabrina Neuendorf für den 31:23-Endstand.


Autor: Christian Ciemalla - hbvf.de
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