HC Leipzig nach Sieg in Leverkusen im Pokal-Viertelfinale

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arolina Kudlacz zeigte ein beeindruckendes Spiel

„Schade um die Auslosung. Beide Mannschaften hätten den Einzug ins Finale verdient gehabt“, so Bundestrainer Armin Emrich zum heutigen Achtelfinale des DHB-Pokals. Von Beginn an entwickelte sich eine offene Partie, in der Leverkusen vor allem über die Flügel zum Erfolg kam. Leipzig versuchte durch Anne Ulbricht den Ausfall von Ingrida Radzeviciute zu kompensieren, doch die Rückraumspielerin agierte zu Beginn glücklos, so dass sich Bayer auf 7:4 (9.) absetzen konnte.

HCL-Trainer Arvidsson überließ die Spielmacherposition der jungen Francis Günthel und beorderte nun Kudlacz in den linken Rückraum. Die Rheinländerinnen mussten sich zunächst auf diese neue Situation einstellen und Leipzig schaffte durch Borges Mesquita und Kudlacz zunächst den Anschlusstreffer, doch Ahlgrimm mit einem der wenigen Rückraumtore und Neukamp per Tempogegenstoß stellten den alten drei Tore Abstand wieder her.

Nach einer Viertelstunde jedoch häuften sich die Fehler im Bayer-Angriffspiel, so dass die Sächsinnen nach vier Toren in Folge zum ersten Mal mit 11:10 (20.) in Führung gehen konnten. Leverkusens Trainerin nahm direkt eine Auszeit und Heike Ahlgrimm stellte prompt den erneuten Ausgleich her, doch Leipzig hatte mit der offensiven Abwehr der Werks-Elfen nur kurze Zeit Probleme und nutzte eine Zeitstrafe gegen Lyn Byl, um sich auf 14:11 (24.) abzusetzen.

Nachdem Nora Reiche im Nachwurf auf 15:12 erhöht hatte, kam nun Anna Loerper auf der Spielmacherposition zum Einsatz und Ahlgrimm versuchte sich als drittes im rechten Rückraum, nachdem zuvor Glankovicova und Seiffert teilweise unglücklich agiert hatten.

Nach einem erneut verpatzten Angriff erkämpfte sich Nadine Krause in der Abwehr den Ball und schloss nach einem Doppelpass mit Loerper erfolgreich den darauffolgenden Tempogegenstoß ab. Auch im nächsten angriff war Krause erfolgreich und schaffte nach einem Durchbruch den Anschlusstreffer zum 14:15, ehe Idalina Borges Mesquita den letzten Treffer zum 14:16 Halbzeitstand erzielte.

Im zweiten Durchgang schien der HCL nach zwei Toren zunächst den besseren Start zu erwischen, doch den Rheinländerinnen gelang es prompt wieder den alten Abstand wieder herzustellen. Bis zum 20:22 (42.) pendelte der Leipziger Vorsprung stets zwischen zwei und vier Toren. Vier torlose Minuten sahen die Zuschauer nun in der Haberland-Halle, ehe Ahlgrimm vom rechten Flügel der erneute Anschlusstreffer fiel.

Doch wie bereits beim letzten Aufeinandertreffen im November wollte der Anschlusstreffer nicht gelingen. Stattdessen verlor Bayer im Angriff die taktische Disziplin und der HCL bestrafte dies im Stile einer Spitzenmannschaft und setzte sich auf 26:21 (50.) ab. Renate Wolf nahm noch einmal eine Auszeit und beorderte nun wieder Sabine Englert ins Tor.

Zunächst jedoch konnte Europameisterin Else-Marthe Sörlie-Lybekk mit einem Heber die Führung ausbauen, ehe Bayer seine Aufholjagd begann. Zwei Tore von Michaela Seiffert und drei Tore von Lyn Byl stellten innerhalb von Minuten den Anschluss wieder her, ehe Nadine Krause drei Minuten vor dem Ende der Ausgleich zum 27:27 gelang.

Auch eine zwischenzeitliche Auszeit von HCL-Trainer Arvidsson konnte dies nicht verhindern. Schließlich war es wieder Sörlie-Lybekk, die vom Kreis Sabine Englert überwinden konnte. Die beiden erfolgreichsten Schützinnen bei den Messestädterinnen sorgten mit je einem Treffer dann für die Entscheidung, ehe Loerper und Sorlie-Lybekk in der Schlussminute den Endstand von 28:31 herstellten.

„Auf diese Mannschaft kann man nur stolz sein. Wahnsinn was die Mädels geleistet haben“, jubelte HCL-Manager Kay-Sven Hähner.


Autor: 03.01.2007 - Christian Stein - hbvf.de
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