Knapper Sieg gegen Göppingen
Gewonnen, nach dem Wie fragt bald niemand mehr. So ungefähr wird es sich auch Trainerin Renate Wolf gedacht haben, die Bundesliga-Handballerinnen von Bayer Leverkusen siegten beim Kellerkind TPSG FA Göppingen nur knapp mit 28:26 (14:13). Spielerisch war das sicher nicht berauschend, da kann die Mannschaft wesentlich mehr leisten. Letztendlich hat die Kampfkraft den Ausschlag gegeben, berichtete Wolf.
In einer ausgeglichenen Begegnung vor rund 1300 Zuschauern in der Hohenstaufenhalle erkämpften sich die Gastgeberinnen nach der Pause einige Vorteile. Beim 15:16 gerieten die Leverkusener Frauen erstmals in Rückstand. Gerade in diesen Phasen war aber Verlass auf Torhüterin Clara Woltering, die ihr Team vor einem deutlicheren Rückstand bewahrte. Und wie es dann so ist, die Mannschaft die oben steht hat auch noch das notwendige Quäntchen Glück. In der entscheidenden Phase haben die Mädels die Ärmel hoch gekrempelt und toll gefightet, freute sich Wolf. Neben der starken Woltering verdiente sich auch die junge Lena Knipprath Bestnoten. Nur bei Strafwürfen eingesetzt entschärfte die Schlussfrau bei fünf Göppinger Versuchen stolze drei. Aber auch die Leverkusenerinnen gaben sich einige Blößen vom Punkt, scheiterten selbst insgesamt vier Mal. Wir haben gewonnen, nur das zählt, erklärte Wolf.
Im Angriff galt es das Fehlen der rechten Flügelspielerinnen Sabrina Neukamp und Claudia Bohrmann zu kompensieren. Denisa Glankovicova erledigte als Aushilfsaußen mit sechs Toren ihre Sache hervorragend, auch Diane Roelofsen kam zu vermehrten Einsatzzeiten auf dem rechten Flügel. Fast schon standesgemäß sind dabei die elf Tore von Rückraumspielerin Nadine Krause zu bewerten, die einmal mehr die auffälligste Werferin war.
Bayer: Woltering, Knipprath (bei fünf Siebenmetern); Krause (11), Glankovicova (6), Seiffert (5/2), Loerper (3/2), Fillgert (2), Ahlgrimm (1), Roelofsen, Krüger, Müller, Byl
Autor: Lars Hepp