Leverkusen mit souveränem Heimsieg - 35:23 gegen Ketsch
Die TSG Ketsch konnte trotz der Ausfälle von Maike Brückmann und Natalie Augsburg die Auswärtspartie 25 Minuten ausgeglichen gestalten. Erst dann setzten sich die Werks-Elfen ab und gewannen am Ende souverän mit 35:23 (18:11). Beste Torschützinnen waren Nadine Krause und Denisa Glankovicova mit jeweils acht Treffern. Bei Ketsch überzeugten vor allem Spielmacherin Astrid Wörner (5), sowie Jeanette Ullrich (7/4) und Friederike Gubernatis (4). Bei Leverkusen fehlten verletzungsbedingt neben Gersine Pauslus auch Torhüterin Sabine Englert, sowie die beiden Rechtsaußen Claudia Bohrmann und Sabrina Neukamp.
Wer erst zwei Minuten nach Anpfiff die Haberland-Halle betrat mochte wohl seinen eigenen Augen nicht trauen, denn die Gäste aus Ketsch frührten früh mit 2:0. Während Ahlgrimm und Krause die ersten Torchancen vergaben, nutzten die Gäste durch Gubernatis und Garcia-Almendaris ihre Chancen konsequent.
Erst als Svenja Huber die Chance zum 3:0 vergab, wendete sich das Blatt und Anne Müller nutzte bedrängt von zwei Ketscherinnen eine Gegenstoßchance zum ersten Leverkusener Treffer. Vom Tor aus animierte Clara Woltering lautstark die Deckung, die nun sicherer stand und die Lücken frühzeitig schloss, so dass gegen die Gäste immer wieder Angriffsfouls gepfiffen wurden.
Leverkusen erzielte in den nächsten fünf Minuten vier weitere Tore in Folge und konnte sich sogar nach einer Viertelstunde auf 9:4 absetzen. Da jedoch die Werks-Elfen im Angriff selbst einige Chancen ausließen gelang es nicht den Vorsprung weiter auszubauen, sondern den Gästen gelang es noch einmal auf zwei Tore zu verkürzen, ehe Fillgert einen Gegenstoß zum 13:10 (24.) verwandelte.
Nach geglückter Balleroberung beim nächsten Ketscher Angriff beantragte Renate Wolf eine Auszeit, um die Mannschaft auf die Schlussphase des ersten Durchgangs noch einmal einzustellen. Während hinten die Deckung nun wieder kompakter als zu letzt stand, übernahm die nun für Heike Ahlgrimm gekommene Anna Loerper die Regie.
Zwar konnten die Gäste den ersten Angriffsversuch unterbinden und durch einen Gegenstoß von Huber auf zwei Tore verkürzen, ehe sich nun Loerper ein ums andere Mal durch die Gästedeckung arbeitete. Die Nationalspielerin holte zunächst zwei Siebenmeter heraus, die Nadine Krause erfolgreich verwandelte, ehe sie im dritten Anlauf zum 16:11 traf.
Beim Stand von 18:11 wurden die Seiten gewechselt und Ketsch fand weiter kaum einen Weg durch den Abwehrverbund der Rheinländerinnen. Als Glankovicova der Treffer zum 27:15 (40.) gelang war die Partie praktisch entschieden. Die Werks-Elfen konnten sich nun darauf beschränken den Sieg locker nach Hause zu bringen. Ketsch konnte in der 56. Minute kurzzeitig noch einmal auf acht Tore (31:23) verkürzen, ehe Bayer in der Deckung wieder konsequent zu Werke ging und am Ende standesgemäß mit 35:23 gewann.
Autor: Christian Stein - hbvf.de