Leverkusen verteidigt Tabellenführung mit Sieg in Dortmund
Vor dem Spitzenspiel gegen den HC Leipzig am Mittwoch stand für Spitzenreiter Bayer Leverkuen am heutigen Samstag zunächst eine Pflichtaufgabe in Dortmund auf dem Programm. Die Dortmunderinnen machten es den Leverkusenerinnen allerdings schwer, vor allem in der ersten Halbzeit verhinderte die Borussen-Deckung immer wieder erfolgreich sehenswerte Spielzüge der Gäste. So entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich Dortmund auch nicht davon beeindrucken ließ, dass Leverkusen die Dortmunder Führung durch Hrabosvka mit drei Toren in Folge zum 3:1 beantwortete.
Die Leverkusenerinnen hatten dabei bereits in der Anfangsphase eine Schrecksekunde zu überwinden, denn Torhüterin Sabine Englert musste mit einer Handverletzung das Parkett verlassen. Da mit Clara Woltering auch die zweite Stammtorhüterin verletzt ist, kam so die junge Lena Knipprath. Die Leverkusenerinnen wirkten sichtlich verunsichert und so konnte Manuela Fiedel mit ihrem Treffer zum 6:5 die Gastgeberinnen wieder in Führung bringen. Kopf an kopf ging es in der Folge in Richtung Halbzeit, wobei beiden Teams im Aufbauspiel immer wieder vermeidbare Fehler unterliefen.
Mit einer 17:15-Führung kamen die Leverkusenerinnen aus den Kabinen, doch diese war schnell aufgebraucht, mit einem Doppelschlag sorgte Zuzana Hrabovska für den Ausgleich zum 17:17. Dies schien der Weckruf für den Spitzenreiter, bei dem Englert trotz der Handverletzung bereits wieder in das Tor zurückgekehrt war, da die junge Knipprath nicht richtig in das Spiel gefunden hatte. "Danach hatte ich den Eindruck, die Mannschaft hat nun auch für Sabine gespielt und gerackert. Plötzlich lief es hinten wie vorne viel besser", so Bayer-Trainerin Renate Wolf.
Lyn Byl, eike Ahlgrimm und Sabrina Neukamp erhöhten auf 20:17 und nun lief die Angriffsmaschinerie des Spitzenreiters auf Hochtouren. Ein Hattrick von Nadine Krause ließ die Gäste auf 24:19 davonziehen und wenig später war es Michaela Seiffert, die von der Siebenmeterlinie mit ihrem Treffer zum 29:19 den Abstand erstmals in den zweistelligen Bereich schob. In den letzten Minuten schonte der Spitzenreiter unterdessen bereits seine Kräfte für das am Mittwoch auf dem Programm stehende Spitzenspiel und so konnten die weiterhin engagiert auftretenden Dortmunderinnen am Ende noch auf 27:32, der Leverkusener Sieg geriet aber zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr.
"Das war eines unserer weniger guten Spiele, aber das kann halt mal passieren. Immerhin haben wir gewonnen", zog Wolf nüchtern Bilanz. "Wir haben die Borussen oftmals regelrecht eingeladen. Wir können froh sein, dass unsere Fehler nicht drastischer bestraft worden sind. Fakt ist aber, dass wir keine Chance haben werden, sollten wir am Mittwoch gegen Leipzig ähnlich auftreten", warnte Renate Wolf eindringlich vor wiederholten Nachlässigkeiten.