Leverkusen zieht als einziges deutsches Team ins Viertelfinale ein: 31:29 über Artas
Bayer Leverkusen hat auch das Rückspiel gegen den griechischen Vertreter GAS Anagennisi Artas mit 31:29 (17:17) gewonnen und somit als einzige deutsche Mannschaft das Viertelfinale eines europäischen Wettbewerbs erreicht. Vor allem Toptorjägerin Nadine Krause (13/2) und Torhüterin Clara Woltering lieferten eine starke Leistung ab.
Eigentlich feierten die Werks-Elfen einen Auftakt nach Maß, denn nach drei Minuten führte man dank eines von Woltering gehaltenen Strafwurfs früh mit 2:0. Arta fand aber auch schnell ins Spiel und nutzte die Schwächen im Aufbau von Leverkusen, um durch Gegenstöße mit 4:3 erstmals in Führung zu gehen. Hinten standen aber auch die Rheinländerinnen gut und kamen über das Tempospiel zum Erfolg. Dennoch gelang es den Werkselfen nicht sich abzusetzen.
Und wenn man selbst kein Glück hat, dann kommt oft auch noch Pech dazu. Beim Stand von 7:7 trifft Krause zunächst nur den Pfosten und der Abpraller geht vom Körper der Torhüterin Kalashnikova ins Toraus. Auf der anderen Seite trifft jedoch Skara auf die gleiche Weise zum 7:8 (13.).
Vier Minuten später schaut Woltering beim Stand von 10:10 ungläubig auf die Anzeigentafel der Haberland-Halle. Bei Ahlgrimms Treffer zur erneuten Führung streckt die Nationalspielerin die Faust in die Höhe. Lautstark feuert sie nun die Deckung an und ermöglicht mit etlichen Paraden nahezu im Alleingang die 14:10 Führung.
Die Griechinnen beantragen nun eine Auszeit, doch erst drei Minuten später stellt sich die gewünschte Wirkung ein. Tor um Tor holen die Gäste auf und selbst eine Auszeit von Renate Wolf konnte den Ausgleichstreffer nicht verhindern, so dass beim Stand von 17:17 die Seiten gewechselt wurden.
Auch im zweiten Durchgang verlief die Partie zunächst ausgeglichen und den Gästen gelang es stets den Führungstreffer der Rheinländerinnen auszugleichen.Die fünfminütige Schwächephase der Werkselfen konnten die Griechinnen nutzen, um sich eine 24:22 Führung zu erarbeiten, aber dann kehrten die Rheinländerinnen zurück in die Erfolgsspur und erzielten aus einer guten Abwehr heraus fünf Tore hintereinander.
Danach rief noch einmal die bis dahin bereits neunfache Torschützin Nadine Krause ihr komplettes Wurfrepertoire ab. Je einen Treffer aus dem Rückraum, der zweiten Welle, einer 1 gegen 1 Situation, wie von der Siebenmeterlinie erzielte die Handballerin des Jahres zum 31:29 Endstand.
"Das war zwar alles in allem nicht überragend, aber wir haben unser Ziel gegen überraschend gute Griechinnen locker erreicht. Nicht anderes zählt. Aber wir werden trotzdem nun über einige Dinge sprechen müssen", erklärte Renate Wolf.
Im Viertelfinale warten nun Gegner anderen Kalibers. Bei der Auslosung am Dienstag könnten Bayer unter anderem Elda Prestigio (Spanien), Ikast (Dänemak), Dunaferr (Ungarn) oder Zaporoshje aus der Ukraine zugelost werden. Und dann wird eine Leistung wie die aus dem Rückspiel gewiss nicht mehr genügen, um ins Halbfinale einzuziehen.
Bayer Leverkusen - Anagennisi Artas 31 : 29 (17:17)
Bayer Leverkusen:
Krause 13/2, Ahlgrimm 5, Byl 4, Glankovicová 2, Müller 2, Neukamp 2, Filgert 1, Loerper 1, Roelofsen 1
Anagennisi Artas:
Stankoyte 7, Lebedeva 6, Vracheva 5, Zapryanova 5/1, Skara 5/1, Skuotela 1
Zuschauer: 400
Strafminuten: 8 / 2
Autor: Christian Stein - hbvf.de