Neben Nationaltorhüterin Englert fehlt auch Nadine Krause beim Spitzenspiel gegen den HC Leipzig

Zwei Tage vor dem absoluten Spitzenspiel (Mittwoch, 19.30 Uhr, Ulrich-Haberlandhalle) der Handballbundesliga zwischen den führenden Leverkusenerinnen und den Zweitplatzierten Leipzigerinnen stehen die Vorzeichen für Bayer in diesem Topduell nicht gerade günstig. Trainerin Renate Wolf musste nur 48 Stunden vor dem Spiel erfahren, dass drei ihrer Nationalspielerinnen für die Begegnung nicht zur Verfügung stehen.

Frage: Wie sieht es personell für die Begegnung am Mittwoch aus? Was ist mit Sabine Englerts Verletzung aus dem Spiel gegen Dortmund?

Renate Wolf: Das Highlight steht leider unter einem nicht so guten Stern, denn nachdem wir ja vorher schon wussten, dass Clara Woltering nicht spielen kann, habe ich heute erfahren, dass auch Sabine auf keinen Fall zwischen den Pfosten stehen können wird. Sie hat eine Knochenabsplitterung am Daumen, die sie sich schon gegen Dortmund zugezogen hat und trägt jetzt die Hand in Gips. Hinzu kommt, dass Nadine Krause sich am Ellbogen verletzt hat und ihr Einsatz sehr fraglich ist. Ich werde also auf drei Nationalspielerinnen verzichten müssen.

Frage: Im Tor wird dann, wie bereits zeitweise gegen Dortmund, Lena Knipprath, die Torhüterin des Future Teams, stehen. Was sagt man als Trainern einer jungen Spielerin vor so einer wichtigen Begegnung?

Wolf: Ehrlich gesagt, ich weiß es noch nicht. Für mich ist es viel wichtiger, dass sich die erfahrenen Spielerinnen den Allerwertesten aufreißen. Von ihnen erwarte ich, dass sie doppelt Gas geben und nicht schon vorher den Kopf hängen lassen, so nach dem Motto „jetzt haben wir eh keine Chance mehr“

Frage: Ist man nicht dennoch sauer, wenn einen solches Pech kurz vor dem wichtigsten Spiel der bisherigen Saison trifft. Schließlich war es ausgerechnet der HC Leipzig, bei dem ihre Mannschaft die bisher einzige Niederlage der Saison einstecken musste.

Wolf: Sicherlich ist es einerseits ärgerlich, dass es ausgerechnet Leipzig ist, aber auf der anderen Seite zählt dieses Spiel genauso zwei Punkte wie die Begegnung gegen Dortmund am Wochenende. Und umso wichtiger ist es, dass wir die Partie beim BVB gewonnen haben. Was sicherlich auch damit zusammenhing, dass Sabine die Zähne zusammengebissen hat und trotz ihrer Verletzung in der zweiten Spielhälfte wieder ins Tor gegangen ist, nachdem es vorher nicht so gut lief.

Frage: Welchen Stellenwert hat die Partie unter diesen besonderen Vorzeichen für sie?

Wolf: Natürlich hätte ich mir ein Kräftemessen mit besseren Voraussetzungen gewünscht. Ein Sieg gegen den HCL wäre halt besonders gut für das Selbstvertrauen der Mädchen. Sie könnten damit als Primus in die Weihnachtspause gehen. Trotzdem sind wir in jedem Fall mit unserer bisherigen Leistung absolut im Soll. Schließlich kommen die ersten vier Mannschaften in die Play-Offs. Ein solches Verletzungspech würde mich Anfang Januar härter treffen (Dann treffen die beiden Teams im Achtelfinale des DHB-Pokals wieder aufeinander. Anm. der Redaktion)

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