Traum vom EHF-Finale geplatzt
Es hat nicht sollen sein: Mit 32:27 (17:17) haben die Handballdamen von Bayer 04 das Rückspiel im EHF-Halbfinale bei Zvezda Zvenigorod in Russland verloren. Nach dem 23:21 Hinspielsieg sind die TSV-Elfen dadurch ausgeschieden.
„Natürlich bin ich enttäuscht, aber trotzdem kann ich stolz auf mein Team sein. Wir haben die Russinnen ein wenig ärgern können und haben Deutschland sehr gut vertreten.“, sagt Trainerin Renate Wolf. Bayer 04 war seit dem Viertelfinale das einzige deutsche Frauen-Team, das noch in einem europäischen Wettbewerb vertreten war.
Bis zur Halbzeit war die Partie ausgeglichen, doch die Leverkusener erwischten einen schlechten Start in die zweite Hälfte. Zehn Minuten lang erzielten die Elfen keinen Treffer und Zvenigorod konnte sich einen 5 Tore Vorsprung erspielen. In der Folgezeit kämpfte sich Bayer 04 wieder ran und verkürzte den Abstand auf drei Tore (55.). In der entscheidenden Phase spielte das Team zwar eine gute Verteidigung, doch nutzte vorne die Chancen nicht.
„Wir haben bis zur letzten Minute gekämpft und mit einer 5-Tore Niederlage können wir zufrieden sein. In den vorherigen Runden hat Zvenigorod zuhause immer deutlicher gewonnen.“, so Renate Wolf.
Sonderlob gab es für Anna Loerper, die für Yvonne Fillgert einspringen musste und beinahe eine hundertprozentige Chancenverwertung an den Tag legte. Fillgert hatte sich im Abschlusstraining einen Muskelfaserriss zugezogen.
Die Torschützen für Bayer 04:
Krause (8), Loerper (7), Müller (3), Seiffert (3), Neukamp (3), Ahlgrimm (2), Byl (1)
Autor: Christian Schulze