Warten auf die Leichtigkeit

Anne Müller  Zweikampf

Anne Müller (am Ball) und Bayer 04 Leverkusen müssen innerhalb von vier Tagen in der Bundesliga zwei Spiele absolvieren.

Leverkusen - Vier Spiele stehen für die Handballerinnen von Bayer 04 Leverkusen in der Punkterunde der Bundesliga noch aus. Mancher mag das für ein eher lästiges Schlussprogramm halten, bevor es für die Mannschaft von Trainerin Renate Wolf wirklich um etwas geht. Wolf selbst sieht das jedenfalls ganz anders: „Natürlich bereiten
 
wir uns sowohl körperlich als auch mental schon auf die EHF-Cup-Spiele gegen Saporoshje und die Playoff-Halbfinals vor. Aber deshalb werden wir die Bundesliga nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schließlich sind wir es auch unseren Fans schuldig, hier Leistung zu zeigen.“
Fakt ist, dass die Leverkusenerinnen die Playoff-Quali und damit das erste Saisonziel längst erreicht haben. Fakt ist auch, dass sich an der aktuellen Platzierung (Rang drei) wohl kaum noch etwas ändern wird, höchstens zum Besseren. Da müssten sich aber Nürnberg und / oder Leipzig einen ungeheuren Aussetzer leisten, wovon man besser nicht ausgehen sollte. „Nein, es wird wohl dabei bleiben. Fragt sich nur, gegen wen wir dann spielen müssen“, meint Wolf, die keinen erklärten Lieblingsgegner für das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft hat.

Ist ja auch egal, wenn man denn den Titel will, so wie Leverkusens Anna Loerper: „Ganz klar, wir werden Meister. Wir haben das Potenzial, wir müssen es nur noch abrufen.“ Das Wörtchen „nur“ irritiert in dieser Aussage allerdings ein wenig. Ein wenig bleiern haben sich die Leverkusenerinnen in den letzten Wochen durch das Liga-Programm gezogen, das war vielen aufgefallen. Am Samstag gegen den FHC Frankfurt / Oder (19.30 Uhr, Haberland-Halle) und direkt danach am Dienstagabend (ebenfalls 19.30 Uhr) gegen den Buxtehuder SV soll jedoch wieder die Leichtigkeit des Seins einkehren, am Besten durch zwei deutliche Erfolge, die dann auch das Selbstbewusstsein für die anstehenden Aufgaben stärken würden. Pausieren muss allerdings Nadine Krause, die sich beim Länderspiel gegen Russland das Nasenbein brach. „Nadine wird voraussichtlich 14 Tage ausfallen. Da wollen wir gar kein Risiko eingehen“, so Wolf.

Inzwischen sind die beiden EHF-Cup-Viertelfinalbegegnungen fest terminiert: Zunächst tritt Bayer am Sonntag, den 18. März, um 12 Uhr bei Motor Saporoshje an. Das Rückspiel findet am darauf folgenden Samstag um 18 Uhr in der Ulrich-Haberland-Halle statt.





Autor: Frank Graf
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