Sika Cup: Elfen gelingt Halbfinaleinzug

Anne Krüger - Zaunbrecher

Anne Krüger erzielte gegen Lublin den entscheidenden Treffer

Die Elfen haben beim international hochklassig besetzten Sika-Cup in Bad Urach das Halbfinale erreicht. Das Team von Renate Wolf konnte nach einer erwarteten Niederlage gegen den Turnierfavoriten Oltchim Valcea in letzter Sekunde gegen den polnischen Meister SPR Lublin gewinnen und sich dadurch gemeinsam mit Oltchim Valcea, Hypo NÖ und Zvezda Zvenigorod einen Platz unter den besten vier Mannschaften sichern. Nach einer Niederlage von Hypo NÖ gegen Göppingen stand der russische Vizemeister, gegen den die Elfen zum Auftakt des Turniers Remis spielten, als Halbfinalgegner fest.


Gegen den klaren Turnierfavoriten Oltchim Valcea gab es erwartungsgemäß eine Niederlage, doch die Elfen verkauften sich gut gegen den letztjährigen Champions-League-Finalisten. Trainerin Renate Wolf verzichtete auf ihre deutschen Nationalspielerinnen Clara Woltering, Laura Steinbach und Anna Loerper komplett in dieser Partie. Stattdessen durften sich vor den Augen von U20-Bundestrainer Andreas Schwabe Laura Glaser, Marlene und Penda Bönighausen große Spielanteile. Gleich die ersten vier Treffer gingen auf das Konto von Zapf und Bönighausen zum 4:4. Angeführt von Neuzugang Yeliz Özel konnten sich die Rumäninnen jedoch langsam absetzen und führten zur Pause mit 9:5. In der zweiten Halbzeit schlug dann auf Seiten der Elfen die Stunde der Neuzugänge, nicht nur Spielmacherin Anne Jochin, sondern auch Kathrin Hambitzer und Steffi Egger konnten sich erfolgreich auszeichnen. Nur weil Tereza Pislaru in der Schlussminute gleich zwei Strafwürfe parierte, konnte Valcea auch die zweite Halbzeit für sich entscheiden und siegte am Ende mit 16:11.


TSV Bayer 04 Leverkusen – CS Oltchim Valcea 11:16 (5:9)


Elfen: Glaser

Byl, Zapf 3/2, Egger 3, Hambitzer 1, Krüger, Garcia, Bönighausen 2, Glankovicova, Jochin 2


Der bis dahin noch punktlose polnische Meister SPR Lublin wollte unbedingt noch ein Erfolgserlebnis feiern und startete furios in die Partie. Fünf Minuten waren gespielt, ehe Marlene Zapf als Einläuferin an den Kreis zum 1:4 treffen konnte. Elli Garcia konnte vom linken Flügel gleich nachsetzen, doch die Polinnen wussten ihr Polster zu verteidigen. Beim Stand von 9:6 wurden die Seiten gewechselt und auch für das Team von Renate Wolf war der zweite Durchgang eine Art Neuanfang. Blitzschnell glichen die Elfen durch Steinbach, Krüger und Zapf zum 9:9 aus und nun sollte es ein Duell auf Augenhöhe und ein Spiel der Nerven werden. Die Entscheidung fiel erst in den letzten Sekunden, Lublin hatte den Ball ins Aus gespielt, Majerek wollte die Entscheidung nicht akzeptieren und verhinderte eine schnelle Ausführung des Einwurfes. Die folgerichtige Konsequenz war eine Zeitstrafe für die polnische Rechtsaußen und zehn Sekunden Restspielzeit auf der Uhr. Diese nutzten die Elfen, um Anne Krüger am Kreis freizuspielen, die dann zum 17:16 Enstand traf.


TSV Bayer 04 Leverkusen – SPR Lublin 17:16 (6:9)


Elfen: Glaser, Woltering

Byl 1, Zapf 2/1, Idelberger, Egger 1, Hambitzer, Krüger 3, Garcia 1, Loerper 2, Bönighausen, Glankovicova 2, Steinbach 5, Jochin


Autor: Christian Stein
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